Der Zivildienst war wohl die stressfreiste Zeit in meinem Leben. Ich hatte eine Stelle im der Verwaltung bei einem Behindertenfahrdienst in Wedding. Da ich keinen Führerschein hatte, durfte ich dann immer von einem anderen Zivi gefahren werden, wenn ich Unterlagen zu einer Verwaltungsstelle bringen musste. Nebenbei habe ich mich dort noch um die EDV und Computerprobleme gekümmert, um mich selbst bei Laune zu halten. Ich war dort auch für die Einleitung von Disziplinarverfahren und Soldabrechnungen zuständig, was mich nicht wirklich zu einer beliebten Person machte.

Nebenbei habe ich immer noch bei Kaisers gearbeitet, wo ich dann aber 2002 aus Zeitgründen aufgehört hatte.

Die markanteste Erinnerung an meinen Zivildienst ist wohl der Koch, der das Essen für uns Zivis gekocht hat. Wir mussten das Essen immer aus einer Großküche abholen. Der Typ sah definitiv aus, als würde er außer Gemüse und Vieh noch andere Lebewesen verarbeiten. Und wie diese Bio-Abfalltonne im Sommer gestunken hat!